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Lüneburg von oben - ein rotes Dächermeer

ADFC Lüneburg – Anradeln in der Saison 2018

Heute fahre ich mit dem Auto nach Lüneburg. Von hier aus radel ich gemeinsam mit 20 Gleichgesinnten 34 km im Regen um die nördliche Gegend dieser Stadt. Folgende Punkte sind wir angefahren und folgende Informationen habe ich dazu gesammelt.

Kloster Lüne: Gleich um die Ecke von Lüneburg liegt das 1172 gegründete Benediktinerinnen-Kloster Lüne in einem nahezu vollständig erhaltenen Gebäudekomplex. Nachdem die ehemaligen Bewohnerinnen in der Reformation gezwungen wurden den evangelischen Glauben anzunehmen, leben heute noch bis zu zehn Konventualinnen mit der Äbtissin in dieser Anlage. Sie haben die Aufgabe die evangelisch-klösterliche Tradition zu erhalten und die christliche Botschaft lebendig weiter zu vermitteln.

Adendorf-Erbstorf: Der Landkreis Lüneburg ist der storchenreichste Landkreis in Niedersachsen. Und hier steht eine hohe ehemalige Feuerwehrsirene, die ein großes Nest aus Reisig ziert. Hier wird der Einzug der Störche noch erwartet.

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Gifhorn

Das alte Rathaus

Nach den vielen trüben und verregneten letzten Tagen bekomme ich heute auf der Heimfahrt einen wunderbaren und total sonnigen Tag geschenkt. Ich war über’s Wochenende in Wuppertal und habe meine ehemaligen Kollegen und meine Freunde besucht.

Bei diesem Wetter bietet sich doch auf der Fahrt ein Abstecher an. Und so komme ich nach Gifhorn. Diese niedersächsische Stadt liegt in einem Dreieck zusammen mit Braunschweig und Wolfsburg.

Geschmückt wird der Ort mit viel Wasser. Die um 1580 erbaute wehrhafte Schlossanlage ist mit einem Wassergraben umgeben. Die Ise mündet mitten in der Stadt in die Aller. Mehrere Seen liegen in und um die Stadt. In großflächigen Naturschutzgebieten und Moorlandschaften ziehen hier die Störche ihren Nachwuchs auf und in der kalten Jahreszeit überwintern sogar manche Gänse aus Sibirien direkt hier.

Mühle mit Windrad im Vordergrund zur Stadt

Die Hochzeitsmühle für Trauungen.

Bei meiner kleinen Wanderung um den Mühlensee treffe ich auf einen bodenständigen Mann, der gerade dabei ist, seine zwei friedlich dreinschauenden Kühe zu kraulen und zu füttern. Es sind „Mona“ und „Lisa“. Dazu gibt es noch eine kleine Geschichte: Als die Stadt das Naturschutzgebiet auf seine Wiese ausgeweitet hatte, sollte er als der Eigentümer enteignet werden. Es gab nur eine Möglichkeit dieser Gewalt zu entkommen: Die Wiese musste eine Weide werden. Also beschloss der Herr, die zwei Kühe, die die Weide wohl ausmachen, zu halten. Aber schon wieder stößt er an eine Grenze. Kein Mensch kann in Deutschland wohl einfach eine Kuh kaufen. Dazu muss man „Bauer“ sein. Mein freundlicher Gesprächspartner hat sich daraufhin kurzerhand als Bauer einschreiben lassen, was bestimmt auch nicht ohne besondere Anforderungen geschehen konnte. Heute ist ein Weidenzaun um das Gelände und der neue Bauer freut sich mit „MonaLisa“.

 

zwei Windmühlen leuchten in hellem weiß hinter winterlichem Gestrüp

Das Mühlen-Freilichtmuseum

Beim Rund-gang um den Mühlensee, kann ich das Mühlenmuseum nur von außen einsehen. Leider hat es über die Winterzeit für Besucher geschlossen. Auf dem 100.000 qm großen Freigelände stehen 16 Wind- und Wassermühlen aus verschiedenen Ländern. Eine russisch-orthodoxe Holzkirche kann ich auch von außen erkennen, sowie die 10 Tonnen schwere „Freiheitsglocke“, die als Denkmal die Wiedervereinigung in Deutschland symbolisiert. (Der ehemalige Grenzverlauf geht direkt am Landkreis Gifhorn entlang.)

Der Glockenpalst liegt hinter dem Mühlensee

Glockenpalast mit 50 goldenen Kuppeln am Mühlensee

Hinweistafel zum Glockenpalast

Auf dem weiteren Rundgang komme ich mir vor, als ob ich mal kurz in Petersburg gelandet wäre. Etwas Einzigartiges in Deutschland: der Glockenpalast mit 50 goldüberzogenen Kuppeln, die 50 Jahre Frieden in Deutschland symbolisieren. Und Gorbatschow legte als Schirmherr den Grundstein für das 1996 errichtete Gebäude als Kulturinstitut.

Und jetzt das Beste, was man hier nur von einheimischen Neubauern erfährt: Das ganze Museum mit dem riesigen Gelände und allem drauf und dran gehört alles einem Privatmann. Auch der Glockenpalast. Hierfür hat weder die Stadt noch das Land die Steuerschatulle geöffnet.

Es gibt noch andere Solo-Wohnmobilfahrer?

Ja sicher! Aber wo sind die alle?

So was findet man im Internet. Ich hab mich da mit meinen persönlichen Daten in einem Forum angemeldet und eine wunderbare Resonanz erfahren. Die Empfangsmoderatorin hat mich direkt persönlich am Telefon noch abends willkommen geheißen. Danke liebe Martina – Du bist meine erste Freundin im Forum.

Solo im Reisemobil. Aber gemeinsam unterwegs. – Hier treffen sich Wohnmobilfahrer im Internet, die allein auf Achse sind. Zum Beispiel weilt eine Moderatorin gerade in Spanien und kann mich deshalb nicht sofort komplett auf der Internetseite freischalten. Schöne Grüße nach Spanien!

Von einzelnen Mitgliedern werden manchmal Treffen organisiert, bei denen man mit dem fahrenden Häuschen anreist und gemeinsam feiert. Ist man aber gerade auf Tour, findet man die Teilnehmer wohl auch unterwegs. Es gibt einen bestimmten Smili-Aufkleber, den man sich als Erkennungszeichen ans Auto klebt. Das mach’ ich bestimmt auch mit. Das wird lustig. Ich halte die Augen offen, dass ich Euch unterwegs erwische und begrüßen kann. Ich freue mich auf Euch.

Die wunderbare Resonanz kam aus Schleswig, Köln, Hamburg, Gelsenkirchen, Wolfshagen bei Kassel, Bad Dürkheim, Leverkusen und Remscheid, aus Schaumburg in Niedersachsen und Hattingen. Das macht mir Mut. Danke!

Da ich als absoluter Neuling noch nie mit einem so großen Fahrzeug unterwegs war, habe ich nämlich noch ein kleines bisschen Schiss. Nicht nur beim Lenken und Einparken, sondern auch mit der für mich neuen Technik im und um das Wohnmobil. Aber ich weiß: “Das schaff’ ich schon!”

Die Nordbahntrasse in Wuppertal

Blick auf die Fahrbahn unter einer Steinbrücke durch

Nordbahntrasse Wuppertal

Neben der ersten Eisenbahnstrecke, die annähernd mit der Wupper und mit der B7 durchs Tal gebaut wurde, ist eine zweite Strecke entstanden, die von DÜ bis Dortmund durch Elberfeld und Barmen führte. Die Bahngleise wurden durch den nördlichen Teil der Städte geführt, und mussten am Hang platziert werden. Seit dem Bau gegen 1896 ist Wuppertal um aufwändige Viadukte und viele Tunnel reicher geworden. Aber wie das mit vielen Bahnstrecken in Deutschland so ist: eines Tages werden Sie stillgelegt. Das geschah 1999 auch mit dem Wuppertaler Abschnitt der Rheinischen Bahnstrecke.

Nelly war aber nicht dabei – Sie ist erst 2004 nach Wuppertal umgesiedelt.

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Eintrittskarte ins Von der Heydt-Museum

Degas & Rodin im „Von der Heydt-Museum“ Wuppertal

Ein menschengroßer nackter Mann hebt eine nackte Frau in seinen Armen gen Himmel

Raumaufnahmen: Foto: VDHM
Rodin: “Ich bin schön”

Von den beiden französischen Künstlern Edgar Degas und Auguste Rodin werden in dieser Ausstellung Gemälde, Zeichnungen, Plastiken und Skulpturen ausgestellt.

 

Hier ein kraftvoller männlicher Körper, der seine Liebste auf den Armen gen Himmel hält.  Stolz drückt er aus, wie diese Figur von Rodin genannt wird: “Ich bin schön” 

3 Baletttänzerinnen

Degas. “Drei Tänzerinnen – 1903
Foto von Peter Schibli, Basel

 

 

Und da, eines der vielen Bilder, mit denen die Balettmädchen in ihrer Bewegung dargestellt werden: “Drei Tänzerinnen (blaue Röcke, rote Mieder)”

 

Was haben Rodin und Degas gemeinsam?

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Kurrende

Altarraum mit Knabenchor

Wuppertaler Kurrende in der Friedhofskirche

In unserer schönen Friedhofskirche wird heute ein Konzert gegeben. Alle Töne, die wir genussvoll hören dürfen, kommen von männlichen Stimmbändern: Der Chor der Wuppertaler Kurrende hat zum Weihnachtskonzert eingeladen. Es ist ein Knabenchor, der vom Kirchenkreis Wuppertal eingerichtet, und wegen bester Leistung schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Sie kommen auf ihren Auslands-Tourneen sogar bis in die Vereinigten Staaten.

Als alle geladenen Gäste auf den Kirchenbänken sitzen, kommen die Jungs in Reih’ und Glied durch den Mittelgang spaziert, um sich vor dem Altarraum aufzustellen. Der Dirigent ist ein recht junger und frischer Chorleiter. Ich kann sehen, dass ihm die Arbeit Freude macht. Seine menschlichen „Orgelpfeifen“ haben alle jeweils das Notenheft in der Hand, auf das sie gelegentlich einen Blick werfen. Ansonsten ist der Chorleiter im ständigen Visier der kleinen und großen Sänger.

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parkende Wohnmobilflotte

Der Start ins zweite Projekt – im Sabbatical

Gemüsegarten umgraben. Stauden zurückschneiden. Vielleicht noch die Gartenbank reparieren und lasieren? Weihnachtsgeschenke vorbereiten, – hier aber nichts verraten. Vielleicht noch dies, vielleicht noch das? – Das sind alles kleinere Aufgaben die bei jedem im Alltag eben mal anfallen. Ich bin aber im Sabbatical und starte deswegen jetzt mein zweites Projekt:

Ich besorge mir ein fahrendes Zimmer, mit dem ich neugierig überall unterwegs sein darf.“ Dazu  interviewe ich mich mal, dass ich der Sache auf den Grund gehen kann :

  • Ein Wohnwagen oder ein Wohnmobil?                                          ein Wohnmobil
  • Alkoven?                                                                                              Nein – sieht hässlich aus
  • Integriert, teil-integriert, Kastenwagen?                                        Kastenwagen
  • Als Zweitwagen oder als alleiniges Fahrzeug?                              alleiniges Fahrzeug
  • Fahrzeug sollte auf normalen Parkplatz passen.                         Länge < 6m
  • Toilette im Fahrzeug?                                                                        wichtig!
  • Küche an Bord?                                                                                  Kühlschrank, Gas, Wasser
  • Strom?                                                                                                 auch zum Blog schreiben
  • Sitzplatz am Tisch                                                                              für 4 Personen möglich
  • Schlafplatz                                                                                          für mindestens 2 Personen
  • Schlafplatz                                                                                          im Heck des Fahrzeugs
  • Platz fürs Fahrrad                                                                             Fahrradträger
  • Standort?                                                                                            egal
  • Kriterium Finanzierung?                                                                 eine Frage meiner Möglichkeit

Die Angebote im Internet sind mannigfaltig vorhanden. Grenze ich mich allerdings auf die o.g. Kriterien ein, dann trennt sich die Spreu vom Weizen! Um eine Übersicht zu den verschiedenen Angeboten zu erhalten, starte ich jetzt mit einer Excel-Tabelle. Von ihr bin ich gewohnt, dass sie mir einen Überblick bietet, und meine Entscheidung vereinfachen kann. Letztendlich will ich mit meinen Möglichkeiten den optimalsten Luxus ergattern. Schauen wir mal, was dabei heraus kommt.

Ich bin dann mal weg, Momo!

Tielseite des Buches "Ich bin dann mal weg"

Copyright: “Stephan Pick” – das klappt doch, ich habe auf Anfrage Fotos bekommen. 🙂

Passbild von Hape Kerkeling

Copyright “Stephan Pick” Hape Kerkeling

Am 22.10.2016 habe ich Hape Kerkeling zugehört, der mir auf einer CD sein Buch „Ich bin dann mal weg!“ bereits zum zweiten Mal vorgelesen hat. Ich liebe es, wenn ich mir so die langen Autofahrten gefühlt verkürzen kann. Der Buchautor wandert auf einem 800 km langen Stück des Jakobswegs von Frankreich durch Spanien bis Santiago de Compostela. Hape sammelt jeden Tag eine neue Erkenntnis ein, die er auf seiner Wanderung über sich oder das Leben heraus findet.

An einem Pilgertag hat er erkannt, dass man „Wut“ herauslassen muss: Er hatte an diesem Tag einen totalen Anfall bekommen, weil der südamerikanische Pilger Ruco Urco von den drei besten Büchern der Deutschen sprach.

  • Von „Die Blechtrommel“ von Günter Grass – Hape nickt.
  • Von „Momo“ von Michael Ende – Auch hier stimmt Hape zu.
  • Von „Mein Kampf“ von Hitler – Hier rastet Hape völlig aus und bringt seine Wut zum Ausdruck. Hinterher ist er über seine eigene Reaktion verwundert und findet dadurch die o.g. Erkenntnis dieses Tages.

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In der Falknerei Bergisch Land ……….

….  gibt es neben den vielen gefiederten schönen Freunden auch noch viele nette helfende Menschen, die unter anderem auch noch furchtbar nette Kommentare schreiben:

“Sehr geehrte Frau Reber,

Ein Geier sitzt in seinem Zuhause

Dieser Vogel heißt mit Vornamen nicht “Pleite”

vielen Dank für den super schönen Beitrag über uns. Das Bild mit unserem “Söckchen” und Ihrem Lächeln ist toll und das unser „Baby“ (Weißkopfseeadler) uns auslacht, könnte man aus Ihrem Bild auch erahnen. Sie sitzt in dem Baum völlig entspannt, das kann man gut sehen, weil sie auf einem Fang sitzt. Ich bin der Meinung, dass es Wildtiere sind und bleiben, wir sind nur ihre Pfleger und Versorger. Sind wir gut zu ihnen und gibt es gutes Futter, bleiben sie, machen aber trotzdem, was sie wollen. Vielleicht ist das gerade das Spannende.

Viele liebe Grüße und vielen Dank für Ihren Besuch

Falknerei Bergischland”