Schlagwort-Archive: Fehmarn

Leuchttürme auf Fehmarn II

Die Radler

Die Fehmarnsundbrücke ist das Wahrzeichen der Insel Fehmarn. Dieses Wahrzeichen ist bekannt – bis nach Witten.

Juhuu – Heute ist Sonnenschein angesagt. Endlich kommt das Fahrrad in Einsatz!

Leuchtturm Staberhuk

Wir radeln zum vierten Leuchtturm auf der Insel. Staberhuk, an der südöstlichen Ecke. Der 25 m hohe Turm ist der jüngste im Bunde. Er wurde erst 1904 in Dienst gestellt. Das Laternengehäuse auf dem Turm, sowie die Galerie und die Treppe wurden vom Helgoländer Leuchtturm recycled.

einzigste Steilküste auf Fehmarn

Direkt am Meer entlang führt ein wunderschöner Radweg nach Katharinenhof. Hier sehen wir zum ersten Mal so etwas wie eine Steilküste.

Leuchtturm Strukkamphuk, der kleinste auf Fehmarn

Und Nachmittags, ich bin schon auf der Heimfahrt, nehme ich das letzte Leuchtfeuer noch mit. Dass sich so was Kleines auch Leuchtturm nennt ist nett. Hier steht ein weißer 5 m hoher Leuchtturm. Er dient vor allem den aus Osten kommenden Schiffen als Ansteuerungspunkt für die Fahrt durch den Fehmarnsund.

Alle 5 Leuchttürme sind noch in Funktion. Da es rund um die Insel viel befahrene Wasserstraßen gibt, zeigen die Leuchtfeueranlagen noch immer visuell die Schifffahrtswege an.

Leuchttürme auf Fehmarn

Das wird heute wieder nichts mit der Radtour. Es stürmt hier so kräftig wie auf einer Insel im Meer. Trotzdem sind wir erfolgreich auf Leuchtturmjagd.

Der Flügger Leuchtturm kann besichtigt werden

Zuerst treffen wir im Südwesten der Insel auf den kleinen Weiler Flügge. Hier haben die Inselbewohner einen Jimi Hendrix Gedächtnisstein aufgestellt, den man über einen Spazierweg über den Deich erreicht. Er erinnert an den Musiker, der am 06. September 1970 hier sein letztes öffentliches und 75 Minuten dauerndes Konzert gab. Einige Tage später starb Jimi Hendriks in London. In dem 2,50 m hohen Stein ist Hendriks E-Gitarre im 1:1 Maßstab eingemeißelt.

Zurück gehen wir über einen bereits geschlossenen Campingplatz, und dann starten wir mit einer 1,5 km langen Wanderung in die andere Richtung zum Flügger Leuchtturm. Wir stemmen uns kräftig in den Wind und werden ordentlich durchgeblasen.

Mit 38 m Höhe ist das der höchste der fünf auf Fehmarn aufgestellten Leuchttürme. Mit seiner sandfarbenen Verklinkerung fällt er etwas aus dem Rahmen. Nach 162 Treppenstufen gibt es einen weiten Blick über Land und Meer. Die Tür zur außenliegenden Galerie in Turmeshöhe ist geöffnet. Der Wind drückt uns dermaßen in den Innenraum, dass wir keine Lust verspüren, dagegen anzukämpfen.

Weiterlesen

Fischkutter im Hafen

Burgtiefe

Fischerboote stehen im Hafen von Burgtiefe. Hierher werden die Meeresfänge eingebracht und gleich daneben lecker für uns angeboten.

Der Ort liegt auf einer kleinen Halbinsel, die man auf südlicher Seite nur zu Fuß begehen kann. Der Eingang zur Insel wird von drei Hotel-Hochhäusern dominiert. Wir staunen, was man uns hier direkt vor den Ostseeblick gestellt hat. Nicht sehr schön! – Gleich nebenan zeigen uns Plakate und Fenstereinblicke, dass sie hier mit den heute frierenden Badegästen Mitleid haben und laden sie deshalb ein, im Spaßbad bei höheren Temperaturen zu verweilen.

Gruppenbild mit Herr

Gruppenbild mit Herr

Wir sind zu Fuß auf der Halbinsel unterwegs. Hinter den Dünen sind schöne Badestrände, die heute allerdings nur mit Lenkdrachenpiloten und Strandläufern bevölkert sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

Cafè Sorgenfrei

Am Ende des Spazierwegs und am Ende der Halbinsel sind auch wir eingeladen. Wir landen im „Cafè Sorgenfrei“. Hier wird zur Vorsicht gemahnt, da die Gäste sich selbst bedienen.

 

 

Der Ort Burgtiefe macht seinem Namn alle Ehre. Wir bewegten uns bis zu 13 Meter unter dem Meeresspiegel.

Blick über die Teich- und Sumpflandschaft

Wasservogelreservat Wallnau

Hier im Naturschutzgebiet setzt sich der Naturschutzbund (NABU) dafür ein, die verschiedenen Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten und weiter zu entwickeln. Und hier speziell die Wasservögel. Auf den großzügig angelegten Teichen und Feuchtwiesen finden die Brutvögel die besten Bedingungen vor. Ferner landen hier tausende von Zugvögeln, um sich nochmals Speck für den Weiterflug nach Süden zulegen zu können.

Ein Rundgang durch die Anlage führt uns zuerst in eine Ausstellung in der wir mit wissenschaftlichem Sachverstand erklärt bekommen, wieso und wie ein Vogel fliegt. Und woran orientieren sich die Vögel auf ihren bis zu 15.000 km langen Flügen? – Auch darüber gibt es viel zu lesen und zu sehen.

Wieder im Freien angelangt, führt uns der Weg an vielen Beobachtungsverstecken vorbei. Diese sind am Rundweg entlang aufgebaut und lassen den Blick auf jeweils andere Asservatbereiche zu. Die Verstecke für die Menschen sind wie Holz-Häuschen aufgestellt. Nach dem Eintreten schließt man die Tür. Dann gibt es entlang der Beobachtungsfront einen ca. 30 cm breiten Schlitz durch das ganze Gebäude mit Sicht nach draußen. Mir fällt der Vergleich eines Jägerhochsitzes ein, dem die Füße fehlen und der zur Seite mehrmals verlängert wurde.

Heute sehen wir nicht mehr viele Wasservögel hier. Die meisten sind wohl schon nach Süden unterwegs. Und bei den paar wenigen die wir noch entdecken können fällt uns auf, dass uns ein Feldstecher fehlt.

Der Trecker zieht den LKW wieder aus dem Dreck.

Auf dem Heimweg werden wir zu einem unbeabsichtigten Halt veranlasst. Ein Lasttransporter hat sich in dem vom Regen aufgeweichten Boden festgefahren. Gerade kommt ein Traktor zu Hilfe. Der spannt den Lastwagen mal kurz hinter sich an und kann ihn tatsächlich weiterbewegen. Die Straße wird wieder frei. Die Lastwagen, die hier anfahren haben Sandsäcke und Eisenbohlen geladen, um die Deiche zu erhöhen. Das können wir natürlich gut verstehen. Auf unserer Fahrt kann mein Schwager erkennen, dass wir uns eine Strecke lang unter der Höhe des Meeresspiegels bewegen. Das kannten wir bisher nicht.

Ab gehts, nach Fehmarn

Anreise in Fehmarn. Der Campingplatz Miranmar liegt in Fehmarnsund und bietet neben hunderten von Einstellplätzen für Camper noch 25 Wohnmobilstellplätze an. Sie sind so toll angeordnet, dass ich locker raus und rein fahren kann.

Der Anfahrstweg auf der Insel war für mich sehr überraschend. Nach dem Verlassen der B 207 ging’s über Straßen, die eher nach Feldwegen aussehen. Teilweise passe ich mit entgegenkommenden Fahrzeugen nicht mal auf die Straße. Die asphaltierten Feldwege sind aber rechts und links aufgeschottert, so dass ich in solchen Fällen nach rechts ausweichen kann. – Sofern der seitige Aufbau nicht gerade mit Schlaglöchern glänzt.

Und wo trifft man sich, wenn man die Verwandtschaft aus dem Süden mal sehen will? Wir treffen uns in Fehmarn.

Abends besuche ich meine Schwester und meinen Schwager in deren Ferienwohnung in dem schönen Ort Burg. Hier schlendern wir durch die gepflasterten Gassen und betrachten die Waren, die sie für uns zum Kauf bereithalten. Aber nein, wir brauchen nicht schon wieder eine Jacke oder einen Pullover. Viel lieber besuchen wir mal „Nettis“. Dort haben sie für uns gekocht und wir genießen die Fischteller.

St. Nicolai Kirche in Burg auf Fehmarn

2677 – Und jeder Ort hat seine Besonderheit. Hier ist es eine uralte St Nicolai-Kirche deren Bau berei ts 1230 begonnen wurde.

Am Übernachtungsplatz zurück, geht’s ziemlich zügig zum Schlafen. Um Strom oder Gas anzustellen nehme ich mir keine Zeit mehr. Es ist dunkel draußen und das Licht im Camper funktioniert auch so. Ich schlafe zum ersten Mal im rückwärtigen Querbett. Alles ist gut – auch der Schlaf.