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Riva Trigosa

 

Ostern mit LiMoNe und Osterkücken

Auch wir feiern das Osterfest. Nein, nicht mit Ostereiern, sondern mit Limone und Osterkücken. Sie reisen mit uns mit.

Auf der Ostseite des Lago Maggiore fahren wir nach Italien ein. Wir kommen durch sehr schmale Straßen, die hier als Hauptstraße durch die schnuckeligen Ortschaften führen. Die Aussichten mit dem Seepanorama sind grandios. Das ist eine prima Strecke um an meinem WoMo die Breite ordentlich auszutesten. Klasse – Es geht alles gut.

Wir fahren an den Ebenen von Alessandria vorbei und entdecken große Reisfelder rechts und links der Straße. In Italien ist das größte Reisanbaugebiet von Europa. Also werden hier nicht nur Spaghetti gegessen.

Wie verlassen das Piemont und fahren jetzt wieder auf ein Gebirge zu. „Appennino Ligure“. Wir fahren zwischen den Bergen und durch viele Tunnels durch. Dann taucht Genua auf. Tunnel, Ausblick auf die Stadt, Tunnel, Ausblick auf die Stadt, Tunnel. Einmal auch eine riesige Autobahnbrücke die halbfertig über die Häuser von Genua führt. Letztendlich landen wir in Sestri Levante, östlich von Genua. Von hier kommen wir zu dem Teilort „Riva Trigosa“. Im zweiten Campingplatz, den wir anfahren ist gerade noch ein Stellplatz frei. Wir müssen uns durch schmale Wege und einer knappen Einfahrt in unsere Parkbucht schlängeln. Ich habe inzwischen zwei geübte Platzanweiser an Bord, die mir große Hilfe beim Einfahren leisten. Unser Platz ist schön mit Pflanzen vom Nachbarplatz abgetrennt. Ein Jasminstrauch beduftet uns. Wir schauen vom Berg herunter auf Sestri Levante, das vor dem Meer eingebettet in einer Bucht liegt. Wie wir das überblicken können, residieren wir als Ausländer allein unter lauter Italienern.

Vom Campingplatz geht’s stufig bergab, durch die am Hang stehende Wohnbebauung von Riva Trigosa. Alles ist schön angelegt. Auch wenn wir im Tal auf große Industriebauten eines Walzwerkes stoßen, so finden wir doch dahinter wieder das Meer mit einem Sandstrand und einer Eisdiele, in der wir eine neue Sorte Eis entdecken: Sacher-Eis.

Am ersten Tag unserer Reise landen wir in Locarno

Am Samstag geht’s jetzt los. Wir treffen uns um 05:30 Uhr und freuen uns auf unseren Urlaub.

Marga fährt zwar nicht mit uns mit, aber sie schickt ihren Nudelsalat mit uns auf die Reise. In Bruchsal gibt es den ersten Aufenthalt an der Raststätte. Hier holen wir zum ersten Mal unser Geschirr aus den Schränken und frühstücken mal mit „Marga’s Nudelsalat“. Prima, der Essplatz ist schon mal eingeweiht. Es ist warmes Wetter, wir haben unsere Schiebetüre beim Geschirrwaschen offen stehen, so dass zwei neugierige Japaner uns beobachten. Sie haben Gefallen an unserem kleinen Haus und fotografieren ins Innere. Vermutlich zeigen sie jetzt in ihrer Heimat, wie drei einzelne Frauen in Deutschland leben müssen.

In der letzten Nacht haben wir mit unserem 230 Volt-Strom unsere Wohnraumbatterien zuhause noch mal aufgetankt. Morgens wurde das Kabel abgeklemmt, wieder für die Reise zusammen geschnürt und zum Einpacken bereit gelegt. Auf der Fahrt überlege ich die ganze Zeit, wohin ich das Kabel wohl geräumt habe. Ich kann mich partu nicht daran erinnern, es im Kofferraum verstaut zu haben. Wo ist es jetzt?. – Tatsächlich, nicht im Bus!

Hallo ihr Lieben zuhause: „Könnt ihr mal nachschauen, ob auf unserem Bürgersteig unser Stromkabel liegt?“ – Tatsächlich, das Kabel liegt in Wuppertal und träumt von Italien.

Locarno

Das erste Reiseziel liegt in der Schweiz. Wir landen am Lago Maggiore in Locarno. Der WoMo Stellplatz ist total voll und sieht ziemlich triest aus. Ein Fahrzeug neben dem anderen, wie auf einem Parkplatz. Wir fahren um die Ecke und entdecken den Parkplatz des Lido-Stadions. Da hier im Moment keiner Fussball spielt, gibt es genügend Parkplätze. Gleich neben dem Wald. Prima. Hier stellen wir unser Fahrzeug ab und flanieren an der Promenade von Locarno entlang.

Im Lokal bestelle ich auf italienisch mein Getränk. Schließlich habe ich in den letzten Tagen versucht, diese Sprache etwas zu lernen. „Un‘ Acqua Minerale con Succo di Mela.“ Und was antwortet der italienische Schweizer sofort? „ Ah, Apfelschorle“. Es ist ganz einfach – man versteht sich.

Auf dem Rückweg entscheiden wir uns, diese Nacht neben dem Sportplatz stehen zu bleiben um hier zu übernachten.

Eine Limone mit aufgemalten Augen

Reisende Limone

Li – Lissi            Mo – Monika           Ne – Nelly

Wir haben uns letzte Woche auf einem abgelegenen Parkplatz in Wuppertal getroffen. Gemeinsam räumten wir schon mal das Koch- und Essgeschirr in die Schränke des Wohnmobils, damit auch jeder mitbekommt, was alles an Bord ist. Danach wurde jeder von uns mal kurz mit dem Maßband vermessen, um zu entscheiden, wer denn in welches Bett rein passt.

Die im Heck eingebauten Stockbetten wollen wir so nicht nutzen. Es ist uns zu unangenehm, wenn man sich im Bett nicht aufsetzen kann. Wir sind übereingekommen, dass die Stockbettennutzung wohl den Kindern vorbehalten ist.

Kurzerhand wurde der obere Lattenrost demontiert, so dass wir jetzt ein schönes Einzelbett geschaffen haben. Nach dem Bettenmachen und Probeliegen kommen wir zum Schluss, dass sich die Größte von uns in dieses Einzelbett einnisten darf. Das umgebaute Doppelbett, das aus der Sitzgruppe entsteht, ist für weniger lange Personen gedacht.

Oh, je! Wenn das Sitzgruppenbett ganz aufgebaut ist, gibt es keinen Boden mehr, über den man gehen kann. Aber dafür kann man sich auf dieser Matratzenwiese zu dritt zum Umtrunk zusammensetzen. Auch schön. Auch schon ausprobiert!