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Sommersonnwende 2017

Jetzt sind die längsten Tage im Jahr. Das wird auf unserem Hof jedes Jahr ganz groß gefeiert. Wir starten am Donnerstag und finden erst am Sonntag wieder in den Alltag zurück. Passend zu den Gastgebern wird es ein Familienfest. Insgesamt habe ich 20 Erwachsene gezählt und 9 Kinder.

Einige Gäste kehren zur Nachtruhe nach Hause, andere schlafen in unseren Gästezimmern. Und dann gibt’s noch die dritte Fraktion, die campen auf dem Gelände. Zum Kochen und Essen finden wir uns immer wieder zusammen.

Es ist überwiegend Outdoorcooking angesagt. Über dem offenen Feuer wird gegrillt, gekocht und Kartoffeln gebacken. Jeder hat mit seinen kulinarischen Ideen die Tafel bereichert.

 

Umzug von Wuppertal nach Weste

Wunderbar! Mein schönes Wohnmobil lässt sich prima als Umzugsfahrzeug benutzen. Nachdem ich bereits zu meinem letzten Besuch in Weste mit dem vollbeladenen Auto angereist bin, bekommen wir jetzt meinen restlichen Hausstand in 2 Sprintern unter. Meine beiden Jungs haben den Umzug gemeinsam mit mir tatkräftig und professionell erledigt. Das war richtig gut.

In Weste angekommen hilft auch mein Enkelkind mit, die Schränke wieder ordentlich zusammen zu bauen.

Hallo liebe Wester. Ich habe mich von Wuppertal verabschiedet und gehöre jetzt richtig offiziell zu Euch.

Mein Fahrzeug wird als schöne Erinnerung die Wuppertaler Autonummer behalten.

Hoch über einem Verkehrstunnel drohnt ein burgähnliches Haus auf dem Fels direkt am Meer

Finale Ligure

Das gelbe WoMo steht in einer Reihe mit weißen Campern

Das gelbe Schätzchen leuchtet immer hervor. (Standort Genua-Pegli)

Das Ausparken funktioniert gut. Jetzt muss ich noch auf den Servicepunkt rangieren, um hier das Grauwasser abzulassen und frisches Wasser nachzutanken. Dann wieder ausrangieren. Scheibenkleister…. Das Fahrzeug scheint für meine Verhältnisse einfach zu lang zu sein. Nochmal vor und zurück. Natürlich funktioniert das letztendlich immer. Aber meine Aufregung ist wie der Wendekreis des Fahrzeugs: recht groß.

Zum Anfang der Reise passieren wir noch die engen Straßen, bis wir wieder auf der Hauptstraße ankommen. Huuups… In einer Einbahnstraße steht ein fahruntauglicher Omnibus. Er ist neben den parkenden Fahrzeugen zum Stehen gekommen. Links verziert ein betonierter Blumenkübel die Straße. Der Monteur ist bereits vor Ort. Vor dem Blumenkübel winkt mich eine Frau durch, dass ich nicht streife. Gleichzeitig schließt der Monteur die hintere Klappe vom Bus und dann delegiert mich wohl der Busfahrer auf der anderen Autoseite am Bus vorbei. Ich habe Bauchweh. Es wird Millimeterarbeit. Es klappt.

Der nächste Campingplatz heißt Tahiti und liegt in Finale Ligure. Wir benutzen die Küstenstraße „Via Aurelia“. Diese führt uns wieder an steilen Klippen vorbei mit sehenswerten Ausblicken über die Landschaft und das Meer. Es regnet in Strömen und die Fahrt geht langsam vor sich. Auf dieser westlichen Seite von Genua führen neben der Straße auch Rad- und Fußwege die Küste entlang. Da der Wind ständig vom Meer her die Abgase wegnimmt, sind die Wege gut zu benutzen. Für Trekking und Mountainbikeing führen die Wege und Pfade natürlich in die Berge.

Auf diesem Campingplatz treffen wir zum ersten Mal auf viele deutsch sprechende Touristen. Auch in der Rezeption kommunizieren sie in unserer Sprache. Wir sind hier unter lauter sportlichen Mountainbikern untergekommen. Hier ist die Hochburg der Geländeradler.  Überall in der Stadt werden Unterkünfte für im Dreck fahrende Radler angeboten. Es gibt einen Mountainbike Shuttles-Service und die geübten Guides dazu. Alles was ein Radlerherz begehrt. Auf unserem Campingplatz sind Stellen eingerichtet, an denen die Sportler ihre Räder bei Rückkunft abduschen können. Von diesem Angebot wird redlich Gebrauch gemacht. Die Sportler schaffen das, auch mit Kind und Kegel an Bord. Es ist eine schöne Stimmung auf dem Platz.

Genua

Nachdem wir gestern Rapallo besichtigt und uns am Strand gesonnt hatten, üben wir heute mal das große Einpacken. Sind alle unsere Outdoor-Gegenstände im Bus gelandet? Alle Schränke verriegelt? Die Fenster und Schotten dicht? Das Gas abgedreht? Der Kühlschrank auf Batteriezufuhr umgestellt? Die Toilette und der Abwassertank entleert? Das Frischwasser wieder aufgefüllt? Na dann können wir weiter ziehen.

Wir möchten uns gerne die Hauptstadt von Ligurien anschauen und suchen deshalb um Genua einen neuen Stellplatz. Wir landen schließlich im westlichen Teilort „Pegli“ und quartieren uns im „Campeggio Villa Doria“ ein. Hier war ursprünglich ein privat angelegter Park der hier ansässigen reichen Familie Doria. Dieses Gelände ist jetzt zum Campingplatz umfunktioniert. Wir haben beim Eintreffen wieder mal Glück. Alle Plätze sind bereits vorbestellt, bis auf den Stellplatz Nummer 41. Der ist für uns genau richtig. Hier kann ich das Fahrzeug prima hineinmanövrieren. Nur mal knapp neben den Baum mit dem riesigen roten Stamm. Schön hier.

Mit dem Zug geht’s jetzt ins Zentrum von Genua. Über tausend Stufen und steile Straßen schnaufen wir bis zum Balkon von Genua hoch. Spianata di Castelletto. Der Blick auf das Zentrum erscheint uns recht einfarbig. Häuser an Häuser. Dazwischen ragen viele Türme und Kuppeln von ehrwürdigen alten Gebäuden hervor. Diese sind wieder platzsparend eng zusammen gestellt und höher als die paar Palmen die am Strand entlang stehen. Es ist keinerlei Grün von oben sichtbar ist. Wenn wir uns umdrehen gibt es einen weiten Blick aufs hügelige Hinterland von Genua. Hier stehen die vielen Villen und Parkanlagen wunderbar an die Berge drangehängt.

Parkplatz in Genua

Ok, jetzt schauen wir uns das Ganze noch von unten an. Wir fahren mit einem Stadtaufzug von dieser Höhe wieder in die City zurück. Der Autoverkehr hat wenige Straßen mit vielen Tunneln zur Verfügung. Die Gassen sind so eng, die Parkplätze so rar, dass das Volk hier überwiegend mit den zweirädrig motorisierten Mobilen unterwegs sind.

Viele kleine Geschäfte sind in den Erdgeschossen untergebracht. Hier kann man so ziemlich alles kaufen, was das Herz begehrt. Selbstverständlich auch die touristischen Andenken.

Dolce Vita

Zwischendurch gibt’s Cappuccino und Cup Cakes für uns. In den Straßen geben richtige Sänger ihr Debüt zum Besten. Wunderbare Straßenmusikanten die u.a. Pavarotti Hymnen schmettern. Um die nächste Ecke finden wir wieder das Meer. Entlang der Hafenmeile kommen jetzt die ganzen Geschäfte, die voll in schwarzer Hand sind. Es wimmelt von Menschen aus Afrika hier. Ich habe noch nie so viele in anderen Städten finden können.

Eine Limone mit aufgemalten Augen

Reisende Limone

Li – Lissi            Mo – Monika           Ne – Nelly

Wir haben uns letzte Woche auf einem abgelegenen Parkplatz in Wuppertal getroffen. Gemeinsam räumten wir schon mal das Koch- und Essgeschirr in die Schränke des Wohnmobils, damit auch jeder mitbekommt, was alles an Bord ist. Danach wurde jeder von uns mal kurz mit dem Maßband vermessen, um zu entscheiden, wer denn in welches Bett rein passt.

Die im Heck eingebauten Stockbetten wollen wir so nicht nutzen. Es ist uns zu unangenehm, wenn man sich im Bett nicht aufsetzen kann. Wir sind übereingekommen, dass die Stockbettennutzung wohl den Kindern vorbehalten ist.

Kurzerhand wurde der obere Lattenrost demontiert, so dass wir jetzt ein schönes Einzelbett geschaffen haben. Nach dem Bettenmachen und Probeliegen kommen wir zum Schluss, dass sich die Größte von uns in dieses Einzelbett einnisten darf. Das umgebaute Doppelbett, das aus der Sitzgruppe entsteht, ist für weniger lange Personen gedacht.

Oh, je! Wenn das Sitzgruppenbett ganz aufgebaut ist, gibt es keinen Boden mehr, über den man gehen kann. Aber dafür kann man sich auf dieser Matratzenwiese zu dritt zum Umtrunk zusammensetzen. Auch schön. Auch schon ausprobiert!

eine orangfarbene Blume

Ich plane die erste Italien-Reise nach Ligurien

Gleich nach Ostern möchte ich gerne auf der Durchreise in Mannheim, Weil im Schönbuch und Holzgerlingen kurz hereinschneien und meine Geschwister begrüßen. Möglicherweise fahren ein oder zwei Freundinnen mit mir mit. Sie werden mich eine kurze Zeit nach Italien begleiten und dann mit dem Zug wieder zurück fahren. So bekomme ich noch eine Rückenstärkung bevor es zur Solo-Fahrt weiter geht.

Gemeinsam wollen wir singend in Italien einreisen und zunächst mal die ligurische Hauptstadt Genua begrüßen. Hier wird auch an einen unserer reisenden Vorfahren erinnert. Hier ist Christoph Kolumbus geboren. Das hinter dem Ort ansteigende Gebirge des Apinnin lädt zum Wandern ein. Dann schauen wir uns Genua und die Riviera mit den Küstenorten vielleicht auch von oben an.

Ein weiteres Wandergebiet liegt in der Cinque Terre. Dort sind cinque (5) kleine Ortschaften, die in jeweils einer kleinen Bucht zwischen die Berghänge hineingezwängt wurden. Gaaanz früher haben Piraten diese Orte angelegt. Hier waren sie geschützt, da es noch keine Straßen über die Gebirge gab. Sie hatten nur Zugang vom Meer. Deshalb konnten sie sich hier mit ihren Familien gut verschanzen. Ein Wanderweg – Via dell‘ Amore – verbindet alle Siedlungen von Cinque Terre untereinander. Das ist ein sehr bekannter und spektakulärer Weg für Touristen. Den muss man einfach erwandert haben. Es sind nur 12 km.

Es gibt noch andere Solo-Wohnmobilfahrer?

Ja sicher! Aber wo sind die alle?

So was findet man im Internet. Ich hab mich da mit meinen persönlichen Daten in einem Forum angemeldet und eine wunderbare Resonanz erfahren. Die Empfangsmoderatorin hat mich direkt persönlich am Telefon noch abends willkommen geheißen. Danke liebe Martina – Du bist meine erste Freundin im Forum.

Solo im Reisemobil. Aber gemeinsam unterwegs. – Hier treffen sich Wohnmobilfahrer im Internet, die allein auf Achse sind. Zum Beispiel weilt eine Moderatorin gerade in Spanien und kann mich deshalb nicht sofort komplett auf der Internetseite freischalten. Schöne Grüße nach Spanien!

Von einzelnen Mitgliedern werden manchmal Treffen organisiert, bei denen man mit dem fahrenden Häuschen anreist und gemeinsam feiert. Ist man aber gerade auf Tour, findet man die Teilnehmer wohl auch unterwegs. Es gibt einen bestimmten Smili-Aufkleber, den man sich als Erkennungszeichen ans Auto klebt. Das mach‘ ich bestimmt auch mit. Das wird lustig. Ich halte die Augen offen, dass ich Euch unterwegs erwische und begrüßen kann. Ich freue mich auf Euch.

Die wunderbare Resonanz kam aus Schleswig, Köln, Hamburg, Gelsenkirchen, Wolfshagen bei Kassel, Bad Dürkheim, Leverkusen und Remscheid, aus Schaumburg in Niedersachsen und Hattingen. Das macht mir Mut. Danke!

Da ich als absoluter Neuling noch nie mit einem so großen Fahrzeug unterwegs war, habe ich nämlich noch ein kleines bisschen Schiss. Nicht nur beim Lenken und Einparken, sondern auch mit der für mich neuen Technik im und um das Wohnmobil. Aber ich weiß: „Das schaff‘ ich schon!“

Abbildung des Schriftzugs "Umper"

Mein Wohnmobil braucht einen Namen

Drei Automobilhersteller im Nutzfahrzeugsegment haben einen baugleichen Kleintransporter kreiert, den die Franzosen „Peugot Boxer“ oder „Citroen Jumper“, und die Italiener „Fiat Ducato“ nennen. Die Autohersteller zeigen den Unterschied zwischen den Fahrzeugen hauptsächlich an drei verschiedenen Gesichtern im Frontbereich der Kühlerverkleidung.

Nach der Fahrerkabine unterscheiden sich die Nutzfahrzeuge auf vielfältige Weise. Es gibt offene oder geschlossene Ladeflächen, Kippladeflächen, weitere Sitzreihen, sowie Transporter mit ganz unterschiedlichen Aufbauten, die an ein jeweiliges Handwerk angepasst werden. Weiterhin gibt es die Nutzfahrzeuge, die zum Wohnmobil ausgebaut werden. Auch dieser Fahrzeugaufbau ist wiederum sehr differenziert, je nachdem welche Firma Hand anlegt und welche Modelle daraus entstehen sollen.

Mein Fahrzeug ist ein „Citroen Jumper“. Der Aufbau ist von der Firma „BavariaCamp“ und das Modell nennt sich „Sol y Sombra“, was vom spanischen in unsere Sprache übersetzt „Sonne und Schatten“ bedeutet. Wenn es jetzt nach dem Winter losgehen kann, werdet ihr die Sonnen- und Schattentage von mir und meinem vierrädrigen Begleiter hier miterleben können.

Meine Fahrzeug-Vorgänger haben das abgefallene „J“ in der Namensbezeichnung dazu genutzt, das Fahrzeug „Umper“ zu taufen. Aber wie das so ist. – Das Kind ist mit der Namensgebung nicht ganz zufrieden. Das Kind möchte jetzt einen anderen Namen haben.

gelber Kastenwagen

Mein neues Wohnmobil

Wer hat denn hier eine tolle Idee? Wollt Ihr mir helfen meinem Fahrzeug einen netten Namen zu suchen? Dann starten wir hier mit einem Interview und warten ganz gespannt auf Eure „Antworten“.