Schlagwort-Archive: Sestri Levante

Überall silbrig glänzende Olivenhaine

Riva Trigosa ist doch ein sehr kleiner Ort, den wir schnell besichtigt haben. Wir suchen uns jetzt einen Wanderweg, der uns nach Sestri Levante führen soll. Irgendwie müssen wir über einen Berg auf die andere Seite. Wir finden einen Pfad und steigen durch Olivenhaine stetig nach oben. Der Pfad scheint schon mehreren Menschen gedient zu haben. Leider haben wir nicht erkannt, dass das die Schleichwege der italienischen Olivenbauern sind. Wir stecken auf einmal fest. Vor uns liegt eine Schlucht und es geht nicht weiter. Naja, dann müssen wir eben umdrehen.

Sestri Levante

Wieder im Ort zurück entdecken wir richtige Wanderzeichen, die sogar wir verstehen. Nun orientieren wir uns an denen und steigen über gefühlte 1000 Stufen wieder bergan. Auf der gegenüberliegenden Seite geht es auf Waldpfaden nur noch bergab. Wie müssen höllisch aufpassen, dass wir in diesem Gelände nicht abrutschen. Wir kommen uns vor wie im Hochgebirge. Über Stock und Stein.

Sestri Levante am Strand

In Sestri Levante angekommen sehen wir, wie sich die Sonnenhungrigen am engen Sandstrand dicht gedrängt aufwärmen. Es ist ein sonniger Tag und auch wir werden schon leicht gerötet. In der Altstadt sind die Gassen recht schmal und lieblich. Es gibt nette Geschäfte, wo sich die Einheimischen mit den Touristen tummeln. Hier macht das Herumschlendern richtig Spaß.

In einer Paneteria kaufen wir Prosciuto, Käse und Brot. Erst nach dem Anstellen in der Schlange merken wir, dass die Kunden mit Nummern aufgerufen werden. Wie gut, dass ich wenigstens die italienischen Zahlen gelernt habe. Also gut. Wir fangen nochmal von vorn an und kommen nochmal in die Bäckerei. Erstmal eine Nummer ziehen. Und jetzt warten, bis wir aufgerufen werden. Wir haben die Nummer diciassette und werden nach dem Aufrufen der 17 dann auch freundlich bedient.

Nach einem kleinen Imbiss wandern wir noch auf einen kleineren Stadtberg, auf dem sich eine alte Burg befindet, in der sich heute die Touristen teuer in Hotelzimmern einmieten können. An uns fahren protzige Autos aus Deutschland zur Burg hoch. Autonummern aus „N“, aus „M“ und „S“.

Wir wollen wieder nach Hause und fragen uns nach der Bushaltestelle um. Wenn wir jüngere Leute ansprechen, können wir wirklich davon ausgehen, dass die sich mit uns in englisch unterhalten können. Wir finden tatsächlich den Halteplatz und können jetzt auf dem Fahrplan nicht erkennen, ob heute am Ostermontag überhaupt ein Bus fährt. Naja, wir fragen uns wieder durch und letztendlich landen wir am richtigen Ort.