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Der Fels ragt direkt ins Meer. Unser Wanderweg führt durch einen Tunnel auf die andere Seite

Arenzano und Cogoleto

Heute ist Feiertag in Italien. Es wird an die Befreiung vom Faschismus und an die Befreiung von der Besetzung der Nationalsozialisten gedacht.  Diesmal fahren wir mit dem Zug mal einige Stationen in Richtung Westen bis Arenzano. Da wir am Bahnhof keinerlei Wanderzeichen ausmachen können, gehen wir hinter den anderen Rucksacktragenden hinterher und kommen so zu einem großen Park in dem heute was geboten wird. Es spielt die Blaskapelle, ein Pfau schlägt ein angeberisch schönes Rad mit seinem langen Schwanz. Leider habe ich ihn nicht in Aktion mit dem Foto erwischt. In einer Ecke sind Marktstände aufgebaut, an denen nur selbst gefertigte Handarbeiten verkaufen werden. Wunderbare Dekorationen, Schmuck und auch Kleidungsstücke. In einer anderen Ecke kaufen die Leute ihre Balkonpflanzen ein.

Wir verlassen den Park wieder und suchen uns einen Weg bis zur nächsten Ortschaft Cogoleto.

An diesem Küstenteil und weiter in Richtung Westen sind Fahrrad- und Fußwege am Strand entlang angelegt. Auch hier wurden dazu teilweise alte Bahnstrecken verwendet. An der gesamten Küstenregion sehen wir zwar einzelne Angler, die hier ihrem Hobby nach gehen, aber generell darf hier kein Fischfang betrieben werden. Der Meeresgrund ist als besonderes Schutzgebiet ausgewiesen. Hier wachsen weitläufig Neptungraswiesen, die wiederum schützenswerten Seepferdchen und anderen seltenen Meeresbewohnern Raum bieten. Die Bewohner berichten, dass sich auch die Anzahl der Fische jetzt wieder positiv verändert.

romantisch angelegter Park mit einem kleinen See

Villa Durazzo Pallavicini

Wir bringen Lissi in Genua-Pegli zum Zug. Sie muss uns heute leider verlassen, da die Pflicht zuhause ruft. Wir verbringen den Vormittag mit lesen und schreiben. Ich habe die Möglichkeit, mich ins WLAN des Campingplatzes einzuloggen und kann schon mal einen Teil unserer Reise in den Blog setzen. Zum späten Mittag treibt uns der Hunger in den Ort, wo wir uns einen kleinen Imbiss suchen. Wir landen in einem Lokal, in dem wir genau so eine Kleinigkeit finden. Da keine anderen Gäste hier sind, halten wir mit dem Wirt einen kurzen Smaltalk und erfahren, dass er aus Ägypten stammt. Die mit Schnitzel belegten Panini schmecken trotzdem italienisch. Und jetzt wird’s komisch. Das Lokal wird abgedunkelt. Der Fernseher eingeschalten. Der Biemer wirft dasselbe Bild nochmal in die andere Richtung. Es treffen mehrere Männer im Lokal ein. Und was wird das? Ganz einfach: Es wird Fußball geguckt.

Als Schloss ist das Gebäude eher klein. Es leuchtet in der Farbe terakotta und wurde durch einen Turm in die Höhe gezogen.

Am höchsten Punkt des Parks steht ein farblich recht auffälliges Schloss.

Mitten im Ort von Pegli befindet sich der Eingang zu einem Park. Mit Eintrittsgeld dürfen wir in die Villa Durazzo Pallavicini eintreten und werden von hier über eine kamelienbestandene Allee hoch in den romantischen Garten geführt. Er erstreckt sich über 8 Hektar Hügellandschaft. Der Rundgang im Garten braucht schon 2 Stunden Zeit. Wir treffen auf Ecken mit kleinen Seen, fremdländische Gebäude und Grotten. Den Weg begleiten jahrhundertealte Baumbestände. Der Park wurde bereits um 1840 angelegt.

Im Hintergrund ist der Genueser Flughafen ins Meer gebaut

Und was entdecken wir hier noch? Wir erkennen, dass von hier aus eine Landebahn des Genueser Flughafens im Meer sichtbar ist. Die Landebahn ist als künstliche Halbinsel erschaffen worden.

Cinque Terre

Ein Piratenort nach dem anderen.

Kakteen und andere Schönheiten

Die Cinque Terre liegt im Naturschutzgebiet zwischen unserem jetzigen Wohnort und La Spezia. Die 5 Küstenorte sind anno dazumal von Piraten gegründet worden. Hier konnten sie sich nach ihren Raubzügen gut verstecken, da keine Wege oder Straßen durch das steile Gebirge an ihre Küsten führten. Sie hatten nur Zugang über das offene Meer. Die Häuser sind dicht gedrängt und platzsparend auf die Felsen aneinander geschmiegt und nach oben gebaut. Leider sind die zwei letzten Etappen des Wanderweges „Via d’Amore“ zur Zeit nicht begehbar. Also fahren wir mit dem Zug nicht bis ans Ende der Cinque Terre. Wir steigen bereits in Corniglia aus dem Zug aus. Ab hier gibt es einen gepflegten Wanderweg durch die steilen Küsten. Wir wandern von Corniglia über Vernazza nach Monterosso al Mare. Für die Pflege dieses Weges zahlt der Wanderer mal schlappe

Vernazza

 

7,50 €. Wir sind der Meinung, dass sich diese Kosten gelohnt haben. Der Weg geht natürlich wieder auf und ab. Der Pfad ist teilweise so schmal, dass wir die entgegenkommenden Touristen erst mal durchlassen müssen, um weiter kommen zu können. Der Blick kann überall schön aufs Meer schweifen. Das ist ein Weg für die Körperertüchtigung und für die Seele.

Auf Fels gebaut, durch Querstege gehalten

 

 

 

 

 

Am ersten Tag unserer Reise landen wir in Locarno

Am Samstag geht’s jetzt los. Wir treffen uns um 05:30 Uhr und freuen uns auf unseren Urlaub.

Marga fährt zwar nicht mit uns mit, aber sie schickt ihren Nudelsalat mit uns auf die Reise. In Bruchsal gibt es den ersten Aufenthalt an der Raststätte. Hier holen wir zum ersten Mal unser Geschirr aus den Schränken und frühstücken mal mit „Marga’s Nudelsalat“. Prima, der Essplatz ist schon mal eingeweiht. Es ist warmes Wetter, wir haben unsere Schiebetüre beim Geschirrwaschen offen stehen, so dass zwei neugierige Japaner uns beobachten. Sie haben Gefallen an unserem kleinen Haus und fotografieren ins Innere. Vermutlich zeigen sie jetzt in ihrer Heimat, wie drei einzelne Frauen in Deutschland leben müssen.

In der letzten Nacht haben wir mit unserem 230 Volt-Strom unsere Wohnraumbatterien zuhause noch mal aufgetankt. Morgens wurde das Kabel abgeklemmt, wieder für die Reise zusammen geschnürt und zum Einpacken bereit gelegt. Auf der Fahrt überlege ich die ganze Zeit, wohin ich das Kabel wohl geräumt habe. Ich kann mich partu nicht daran erinnern, es im Kofferraum verstaut zu haben. Wo ist es jetzt?. – Tatsächlich, nicht im Bus!

Hallo ihr Lieben zuhause: „Könnt ihr mal nachschauen, ob auf unserem Bürgersteig unser Stromkabel liegt?“ – Tatsächlich, das Kabel liegt in Wuppertal und träumt von Italien.

Locarno

Das erste Reiseziel liegt in der Schweiz. Wir landen am Lago Maggiore in Locarno. Der WoMo Stellplatz ist total voll und sieht ziemlich triest aus. Ein Fahrzeug neben dem anderen, wie auf einem Parkplatz. Wir fahren um die Ecke und entdecken den Parkplatz des Lido-Stadions. Da hier im Moment keiner Fussball spielt, gibt es genügend Parkplätze. Gleich neben dem Wald. Prima. Hier stellen wir unser Fahrzeug ab und flanieren an der Promenade von Locarno entlang.

Im Lokal bestelle ich auf italienisch mein Getränk. Schließlich habe ich in den letzten Tagen versucht, diese Sprache etwas zu lernen. „Un‘ Acqua Minerale con Succo di Mela.“ Und was antwortet der italienische Schweizer sofort? „ Ah, Apfelschorle“. Es ist ganz einfach – man versteht sich.

Auf dem Rückweg entscheiden wir uns, diese Nacht neben dem Sportplatz stehen zu bleiben um hier zu übernachten.

Eine Limone mit aufgemalten Augen

Reisende Limone

Li – Lissi            Mo – Monika           Ne – Nelly

Wir haben uns letzte Woche auf einem abgelegenen Parkplatz in Wuppertal getroffen. Gemeinsam räumten wir schon mal das Koch- und Essgeschirr in die Schränke des Wohnmobils, damit auch jeder mitbekommt, was alles an Bord ist. Danach wurde jeder von uns mal kurz mit dem Maßband vermessen, um zu entscheiden, wer denn in welches Bett rein passt.

Die im Heck eingebauten Stockbetten wollen wir so nicht nutzen. Es ist uns zu unangenehm, wenn man sich im Bett nicht aufsetzen kann. Wir sind übereingekommen, dass die Stockbettennutzung wohl den Kindern vorbehalten ist.

Kurzerhand wurde der obere Lattenrost demontiert, so dass wir jetzt ein schönes Einzelbett geschaffen haben. Nach dem Bettenmachen und Probeliegen kommen wir zum Schluss, dass sich die Größte von uns in dieses Einzelbett einnisten darf. Das umgebaute Doppelbett, das aus der Sitzgruppe entsteht, ist für weniger lange Personen gedacht.

Oh, je! Wenn das Sitzgruppenbett ganz aufgebaut ist, gibt es keinen Boden mehr, über den man gehen kann. Aber dafür kann man sich auf dieser Matratzenwiese zu dritt zum Umtrunk zusammensetzen. Auch schön. Auch schon ausprobiert!

eine orangfarbene Blume

Ich plane die erste Italien-Reise nach Ligurien

Gleich nach Ostern möchte ich gerne auf der Durchreise in Mannheim, Weil im Schönbuch und Holzgerlingen kurz hereinschneien und meine Geschwister begrüßen. Möglicherweise fahren ein oder zwei Freundinnen mit mir mit. Sie werden mich eine kurze Zeit nach Italien begleiten und dann mit dem Zug wieder zurück fahren. So bekomme ich noch eine Rückenstärkung bevor es zur Solo-Fahrt weiter geht.

Gemeinsam wollen wir singend in Italien einreisen und zunächst mal die ligurische Hauptstadt Genua begrüßen. Hier wird auch an einen unserer reisenden Vorfahren erinnert. Hier ist Christoph Kolumbus geboren. Das hinter dem Ort ansteigende Gebirge des Apinnin lädt zum Wandern ein. Dann schauen wir uns Genua und die Riviera mit den Küstenorten vielleicht auch von oben an.

Ein weiteres Wandergebiet liegt in der Cinque Terre. Dort sind cinque (5) kleine Ortschaften, die in jeweils einer kleinen Bucht zwischen die Berghänge hineingezwängt wurden. Gaaanz früher haben Piraten diese Orte angelegt. Hier waren sie geschützt, da es noch keine Straßen über die Gebirge gab. Sie hatten nur Zugang vom Meer. Deshalb konnten sie sich hier mit ihren Familien gut verschanzen. Ein Wanderweg – Via dell‘ Amore – verbindet alle Siedlungen von Cinque Terre untereinander. Das ist ein sehr bekannter und spektakulärer Weg für Touristen. Den muss man einfach erwandert haben. Es sind nur 12 km.