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romantisch angelegter Park mit einem kleinen See

Villa Durazzo Pallavicini

Wir bringen Lissi in Genua-Pegli zum Zug. Sie muss uns heute leider verlassen, da die Pflicht zuhause ruft. Wir verbringen den Vormittag mit lesen und schreiben. Ich habe die Möglichkeit, mich ins WLAN des Campingplatzes einzuloggen und kann schon mal einen Teil unserer Reise in den Blog setzen. Zum späten Mittag treibt uns der Hunger in den Ort, wo wir uns einen kleinen Imbiss suchen. Wir landen in einem Lokal, in dem wir genau so eine Kleinigkeit finden. Da keine anderen Gäste hier sind, halten wir mit dem Wirt einen kurzen Smaltalk und erfahren, dass er aus Ägypten stammt. Die mit Schnitzel belegten Panini schmecken trotzdem italienisch. Und jetzt wird’s komisch. Das Lokal wird abgedunkelt. Der Fernseher eingeschalten. Der Biemer wirft dasselbe Bild nochmal in die andere Richtung. Es treffen mehrere Männer im Lokal ein. Und was wird das? Ganz einfach: Es wird Fußball geguckt.

Als Schloss ist das Gebäude eher klein. Es leuchtet in der Farbe terakotta und wurde durch einen Turm in die Höhe gezogen.

Am höchsten Punkt des Parks steht ein farblich recht auffälliges Schloss.

Mitten im Ort von Pegli befindet sich der Eingang zu einem Park. Mit Eintrittsgeld dürfen wir in die Villa Durazzo Pallavicini eintreten und werden von hier über eine kamelienbestandene Allee hoch in den romantischen Garten geführt. Er erstreckt sich über 8 Hektar Hügellandschaft. Der Rundgang im Garten braucht schon 2 Stunden Zeit. Wir treffen auf Ecken mit kleinen Seen, fremdländische Gebäude und Grotten. Den Weg begleiten jahrhundertealte Baumbestände. Der Park wurde bereits um 1840 angelegt.

Im Hintergrund ist der Genueser Flughafen ins Meer gebaut

Und was entdecken wir hier noch? Wir erkennen, dass von hier aus eine Landebahn des Genueser Flughafens im Meer sichtbar ist. Die Landebahn ist als künstliche Halbinsel erschaffen worden.

Genua

Nachdem wir gestern Rapallo besichtigt und uns am Strand gesonnt hatten, üben wir heute mal das große Einpacken. Sind alle unsere Outdoor-Gegenstände im Bus gelandet? Alle Schränke verriegelt? Die Fenster und Schotten dicht? Das Gas abgedreht? Der Kühlschrank auf Batteriezufuhr umgestellt? Die Toilette und der Abwassertank entleert? Das Frischwasser wieder aufgefüllt? Na dann können wir weiter ziehen.

Wir möchten uns gerne die Hauptstadt von Ligurien anschauen und suchen deshalb um Genua einen neuen Stellplatz. Wir landen schließlich im westlichen Teilort „Pegli“ und quartieren uns im „Campeggio Villa Doria“ ein. Hier war ursprünglich ein privat angelegter Park der hier ansässigen reichen Familie Doria. Dieses Gelände ist jetzt zum Campingplatz umfunktioniert. Wir haben beim Eintreffen wieder mal Glück. Alle Plätze sind bereits vorbestellt, bis auf den Stellplatz Nummer 41. Der ist für uns genau richtig. Hier kann ich das Fahrzeug prima hineinmanövrieren. Nur mal knapp neben den Baum mit dem riesigen roten Stamm. Schön hier.

Mit dem Zug geht’s jetzt ins Zentrum von Genua. Über tausend Stufen und steile Straßen schnaufen wir bis zum Balkon von Genua hoch. Spianata di Castelletto. Der Blick auf das Zentrum erscheint uns recht einfarbig. Häuser an Häuser. Dazwischen ragen viele Türme und Kuppeln von ehrwürdigen alten Gebäuden hervor. Diese sind wieder platzsparend eng zusammen gestellt und höher als die paar Palmen die am Strand entlang stehen. Es ist keinerlei Grün von oben sichtbar ist. Wenn wir uns umdrehen gibt es einen weiten Blick aufs hügelige Hinterland von Genua. Hier stehen die vielen Villen und Parkanlagen wunderbar an die Berge drangehängt.

Parkplatz in Genua

Ok, jetzt schauen wir uns das Ganze noch von unten an. Wir fahren mit einem Stadtaufzug von dieser Höhe wieder in die City zurück. Der Autoverkehr hat wenige Straßen mit vielen Tunneln zur Verfügung. Die Gassen sind so eng, die Parkplätze so rar, dass das Volk hier überwiegend mit den zweirädrig motorisierten Mobilen unterwegs sind.

Viele kleine Geschäfte sind in den Erdgeschossen untergebracht. Hier kann man so ziemlich alles kaufen, was das Herz begehrt. Selbstverständlich auch die touristischen Andenken.

Dolce Vita

Zwischendurch gibt’s Cappuccino und Cup Cakes für uns. In den Straßen geben richtige Sänger ihr Debüt zum Besten. Wunderbare Straßenmusikanten die u.a. Pavarotti Hymnen schmettern. Um die nächste Ecke finden wir wieder das Meer. Entlang der Hafenmeile kommen jetzt die ganzen Geschäfte, die voll in schwarzer Hand sind. Es wimmelt von Menschen aus Afrika hier. Ich habe noch nie so viele in anderen Städten finden können.