Archiv der Kategorie: Daily Story

Unwetter über Norddeutschland

Spielplatz jetzt mit Teich

Regenwolken ziehen über Norddeutschland. Sie ziehen nicht vorüber, sie kippen ab!  Es sollen bis zu 150 Liter pro Quadratmeter gewesen sein. Auch unser Boden konnte so viel Wasser nicht auf einmal verschlucken. Die Pferde stehen vor riesigen Seen, die ihnen ihre ehemalige Rennbahn jetzt versperren. Auch wir, die großen Zweibeiner kommen selbst mit Gummistiefeln nicht trocken hier durch.

Auch die Hühner haben jetzt einen Pool im Garten

 

Sommersonnwende 2017

Jetzt sind die längsten Tage im Jahr. Das wird auf unserem Hof jedes Jahr ganz groß gefeiert. Wir starten am Donnerstag und finden erst am Sonntag wieder in den Alltag zurück. Passend zu den Gastgebern wird es ein Familienfest. Insgesamt habe ich 20 Erwachsene gezählt und 9 Kinder.

Einige Gäste kehren zur Nachtruhe nach Hause, andere schlafen in unseren Gästezimmern. Und dann gibt’s noch die dritte Fraktion, die campen auf dem Gelände. Zum Kochen und Essen finden wir uns immer wieder zusammen.

Es ist überwiegend Outdoorcooking angesagt. Über dem offenen Feuer wird gegrillt, gekocht und Kartoffeln gebacken. Jeder hat mit seinen kulinarischen Ideen die Tafel bereichert.

 

Umzug von Wuppertal nach Weste

Wunderbar! Mein schönes Wohnmobil lässt sich prima als Umzugsfahrzeug benutzen. Nachdem ich bereits zu meinem letzten Besuch in Weste mit dem vollbeladenen Auto angereist bin, bekommen wir jetzt meinen restlichen Hausstand in 2 Sprintern unter. Meine beiden Jungs haben den Umzug gemeinsam mit mir tatkräftig und professionell erledigt. Das war richtig gut.

In Weste angekommen hilft auch mein Enkelkind mit, die Schränke wieder ordentlich zusammen zu bauen.

Hallo liebe Wester. Ich habe mich von Wuppertal verabschiedet und gehöre jetzt richtig offiziell zu Euch.

Mein Fahrzeug wird als schöne Erinnerung die Wuppertaler Autonummer behalten.

Schützenfest 2017 in Weste

Die internationale Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNECO) hat die Schützenvereine im März 2016 ausgezeichnet. Im Sinne des „Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes“ steht das Schützenwesen jetzt im bundesweiten Verzeichnis als schützenswertes Kulturerbe.

Hut ab zur Pause

Die Schützengilden haben ihre militärische Abstammung im Spätmittelalter und werden mit der traditionellen Philosophie auch heute noch betrieben. Sie fühlen sich der Tradition verpflichtet.

Die Schützengilde in Weste e.V. 1829 zeigt diese Verpflichtung im jährlichen Straßen-Aufmarsch der Schützenvereinsmitglieder, die mit einem eigenen Spielmannszug militärähnlich gekleidet durchs Dorf ziehen.

Die Schützen machen bei uns einen Halt zur Stärkung

Dieses Jahr stoppt der Vereinsumzug auf einen Drink in unserem Hof. Der Spielmannszug gibt dafür ein Ständchen zum Besten.

Und wir begleiten die Schützen zum Vereinshaus und feiern eine Runde mit.

Kettenkarussell

Mützingenta im Wendland

Heute sind wir in Mützingen. Ein kleiner Teilort von Zernien im Wendland. Es liegt als Begrenzung am Ostrand der Lüneburger Heide. Und woher ist Euch jetzt das Wendland bekannt?

In dem ehemaligen Zonenrandgebiet wurde von der damaligen Bundesregierung in den 1980er Jahren angedacht, hier ein Atommüllendlager zu errichten. Dagegen wurde im Großraum um Gorleben kräftig demonstriert. Das ging so weit, dass sämtliche Einfallstraßen, auf denen bereits Atommülltransporte ins Zwischenlager geschafft wurden, durch die Demonstranten gesperrt wurden. Nachdem nun aber letztendlich alle Ratsmitglieder von Gorleben, nach hohen Besuchen aus der Bundeshauptstadt der Endlagerung zugestimmt haben, wurde der hochradioaktive Müll als Zwischenlager bezeichnet und der Atomabfall im Salzstock deponiert. (Seither ist Gorleben ein finanziell reicher Ort)

Bildhauer

Nun fanden jährlich die Transporte statt, die jedes Mal von Demonstrationen begleitet wurden. Mit scharfen Maßnahmen setzte der Bund sich durch. Da die Bauern mit Ihren Traktoren weiterhin für Straßensperren sorgten, wurden diese Fahrzeuge kurzerhand jeweils vorsorglich beschlagnahmt und an einen zentralen Stellplatz solange verbracht.

Karussells funktionieren hier ohne Strom

Die Mützingenta ist mit ihrem jährlich von Himmelfahrt bis Pfingsten stattfindenden Festival eine Veranstaltungen, die an die politischen Aktionen von damals anschließt. Auf dem großen Gelände einer ehemaligen Ziegelei findet nun immer ein Kulturprogramm mit politischen Informationsständen und Vorträgen statt. Begleitet wird dieses Festival von vielen Musikgruppen und von Kunsthandwerkerausstellungen und -vorführungen.

Ein Feuermelder

Der vermisste Herr – Teil II

Der alte Mann vom Altersheim wurde immer noch nicht gefunden. Das DRK schickt eine 10köpfige Einsatztruppe mit Drohnen. Die Polizei sucht mit Hunden und mit Hubschrauber. Wir suchen in unserem großen Teich. – Erfolglos.

Am späten Nachmittag hören wir die Feuerwehr-Sirenen von den Nachbarorten. Die Wehrkräfte werden zu einer Suchaktion zusammengerufen. Auch in unserem Ort sollen sich die Hilfskräfte beteiligen. Der Notalarm ist bei uns am Haus angebracht und wird vom Beauftragten nach dem Einschlagen des kleinen Fensters gedrückt. Und siehe da: Die Sirene von unserem kleinen Ort müsste eigentlich jetzt entsetzlich laut von unserem Dach herunter dröhnen. – Tut sie aber nicht.

Die hier ansässige Mannschaft wurde jetzt wohl irgendwie anders informiert. Am Ende waren an die 60 Feuerwehrleute zur Suche im Einsatz. Und das hat jetzt nach einer fast 24stündigen Suche zum Erfolg geführt. Wie die Polizei mitteilt wurde der vermisste Herr auf seinem unerlaubten Spaziergang in einem abgelegenen Bereich, der zu unserer Ansiedlung gehört, wieder eingefangen. Es geht ihm wohl den Umständen entsprechend gut. Er wird jetzt im Krankenhaus wieder aufgepäppelt. Gott sei Dank! Alles ging gut.

Der vermisste Herr!

Bei uns in der Lüneburger Heide wird in den Abendstunden das Baby noch ums Haus getragen, damit es leichter einschläft. Jetzt begegnen uns Menschen, die im nächtlichen Dunkel auf der Suche nach einem entlaufenen Bewohner aus dem Altersheim sind. Ein 81jähriger dementer Herr ist im Schlafanzug unterwegs und wird jetzt in seiner Einrichtung vermisst. Was für eine Aufregung im Ort. Er kann doch nicht weit weg gelaufen sein! Er geht nur mit sehr kleinen bedächtigen Schritten. Die Polizei ist bereits verständigt. Na, dann sind wir erst mal beruhigt. Die Polizei wird’s schon richten.

Eine Limone mit aufgemalten Augen

Reisende Limone

Li – Lissi            Mo – Monika           Ne – Nelly

Wir haben uns letzte Woche auf einem abgelegenen Parkplatz in Wuppertal getroffen. Gemeinsam räumten wir schon mal das Koch- und Essgeschirr in die Schränke des Wohnmobils, damit auch jeder mitbekommt, was alles an Bord ist. Danach wurde jeder von uns mal kurz mit dem Maßband vermessen, um zu entscheiden, wer denn in welches Bett rein passt.

Die im Heck eingebauten Stockbetten wollen wir so nicht nutzen. Es ist uns zu unangenehm, wenn man sich im Bett nicht aufsetzen kann. Wir sind übereingekommen, dass die Stockbettennutzung wohl den Kindern vorbehalten ist.

Kurzerhand wurde der obere Lattenrost demontiert, so dass wir jetzt ein schönes Einzelbett geschaffen haben. Nach dem Bettenmachen und Probeliegen kommen wir zum Schluss, dass sich die Größte von uns in dieses Einzelbett einnisten darf. Das umgebaute Doppelbett, das aus der Sitzgruppe entsteht, ist für weniger lange Personen gedacht.

Oh, je! Wenn das Sitzgruppenbett ganz aufgebaut ist, gibt es keinen Boden mehr, über den man gehen kann. Aber dafür kann man sich auf dieser Matratzenwiese zu dritt zum Umtrunk zusammensetzen. Auch schön. Auch schon ausprobiert!

Ein schöner Wohnort und trotzdem „Ade“

Durch meinen damaligen Arbeitgeber hat es mich vor nunmehr 13 Jahren nach Wuppertal verschlagen. Wuppertal lohnt sich immer. Ich bin gerne hier und vermisse nichts an dieser Stadt. Im Zentrum ist ein sehr internationales Leben, das durch die ganze Stadt mit dem Geplätscher der Wupper begleitet wird. In allen Randbereichen steht man immer mit einem Fuß in einem Wald. Eine wunderbare Natur, durchzogen mit vielen Tälern und Höhen.

Nichts desto Trotz. Woanders ist auch schön.

Die Würfel sind gefallen. Nelly wird ihr schönes Haus in Wuppertal verlassen. Heute wird die Wohnung gekündigt und in 3 Monaten bin ich weg hier.

eine orangfarbene Blume

Ich plane die erste Italien-Reise nach Ligurien

Gleich nach Ostern möchte ich gerne auf der Durchreise in Mannheim, Weil im Schönbuch und Holzgerlingen kurz hereinschneien und meine Geschwister begrüßen. Möglicherweise fahren ein oder zwei Freundinnen mit mir mit. Sie werden mich eine kurze Zeit nach Italien begleiten und dann mit dem Zug wieder zurück fahren. So bekomme ich noch eine Rückenstärkung bevor es zur Solo-Fahrt weiter geht.

Gemeinsam wollen wir singend in Italien einreisen und zunächst mal die ligurische Hauptstadt Genua begrüßen. Hier wird auch an einen unserer reisenden Vorfahren erinnert. Hier ist Christoph Kolumbus geboren. Das hinter dem Ort ansteigende Gebirge des Apinnin lädt zum Wandern ein. Dann schauen wir uns Genua und die Riviera mit den Küstenorten vielleicht auch von oben an.

Ein weiteres Wandergebiet liegt in der Cinque Terre. Dort sind cinque (5) kleine Ortschaften, die in jeweils einer kleinen Bucht zwischen die Berghänge hineingezwängt wurden. Gaaanz früher haben Piraten diese Orte angelegt. Hier waren sie geschützt, da es noch keine Straßen über die Gebirge gab. Sie hatten nur Zugang vom Meer. Deshalb konnten sie sich hier mit ihren Familien gut verschanzen. Ein Wanderweg – Via dell‘ Amore – verbindet alle Siedlungen von Cinque Terre untereinander. Das ist ein sehr bekannter und spektakulärer Weg für Touristen. Den muss man einfach erwandert haben. Es sind nur 12 km.