Mützingenta im Wendland

Heute sind wir in Mützingen. Ein kleiner Teilort von Zernien im Wendland. Es liegt als Begrenzung am Ostrand der Lüneburger Heide. Und woher ist Euch jetzt das Wendland bekannt?

In dem ehemaligen Zonenrandgebiet wurde von der damaligen Bundesregierung in den 1980er Jahren angedacht, hier ein Atommüllendlager zu errichten. Dagegen wurde im Großraum um Gorleben kräftig demonstriert. Das ging so weit, dass sämtliche Einfallstraßen, auf denen bereits Atommülltransporte ins Zwischenlager geschafft wurden, durch die Demonstranten gesperrt wurden. Nachdem nun aber letztendlich alle Ratsmitglieder von Gorleben, nach hohen Besuchen aus der Bundeshauptstadt der Endlagerung zugestimmt haben, wurde der hochradioaktive Müll als Zwischenlager bezeichnet und der Atomabfall im Salzstock deponiert. (Seither ist Gorleben ein finanziell reicher Ort)

Bildhauer

Nun fanden jährlich die Transporte statt, die jedes Mal von Demonstrationen begleitet wurden. Mit scharfen Maßnahmen setzte der Bund sich durch. Da die Bauern mit Ihren Traktoren weiterhin für Straßensperren sorgten, wurden diese Fahrzeuge kurzerhand jeweils vorsorglich beschlagnahmt und an einen zentralen Stellplatz solange verbracht.

Karussells funktionieren hier ohne Strom

Die Mützingenta ist mit ihrem jährlich von Himmelfahrt bis Pfingsten stattfindenden Festival eine Veranstaltungen, die an die politischen Aktionen von damals anschließt. Auf dem großen Gelände einer ehemaligen Ziegelei findet nun immer ein Kulturprogramm mit politischen Informationsständen und Vorträgen statt. Begleitet wird dieses Festival von vielen Musikgruppen und von Kunsthandwerkerausstellungen und -vorführungen.

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