Ein schöner Wohnort und trotzdem „Ade“

Durch meinen damaligen Arbeitgeber hat es mich vor nunmehr 13 Jahren nach Wuppertal verschlagen. Wuppertal lohnt sich immer. Ich bin gerne hier und vermisse nichts an dieser Stadt. Im Zentrum ist ein sehr internationales Leben, das durch die ganze Stadt mit dem Geplätscher der Wupper begleitet wird. In allen Randbereichen steht man immer mit einem Fuß in einem Wald. Eine wunderbare Natur, durchzogen mit vielen Tälern und Höhen.

Nichts desto Trotz. Woanders ist auch schön.

Die Würfel sind gefallen. Nelly wird ihr schönes Haus in Wuppertal verlassen. Heute wird die Wohnung gekündigt und in 3 Monaten bin ich weg hier.

eine orangfarbene Blume

Ich plane die erste Italien-Reise nach Ligurien

Gleich nach Ostern möchte ich gerne auf der Durchreise in Mannheim, Weil im Schönbuch und Holzgerlingen kurz hereinschneien und meine Geschwister begrüßen. Möglicherweise fahren ein oder zwei Freundinnen mit mir mit. Sie werden mich eine kurze Zeit nach Italien begleiten und dann mit dem Zug wieder zurück fahren. So bekomme ich noch eine Rückenstärkung bevor es zur Solo-Fahrt weiter geht.

Gemeinsam wollen wir singend in Italien einreisen und zunächst mal die ligurische Hauptstadt Genua begrüßen. Hier wird auch an einen unserer reisenden Vorfahren erinnert. Hier ist Christoph Kolumbus geboren. Das hinter dem Ort ansteigende Gebirge des Apinnin lädt zum Wandern ein. Dann schauen wir uns Genua und die Riviera mit den Küstenorten vielleicht auch von oben an.

Ein weiteres Wandergebiet liegt in der Cinque Terre. Dort sind cinque (5) kleine Ortschaften, die in jeweils einer kleinen Bucht zwischen die Berghänge hineingezwängt wurden. Gaaanz früher haben Piraten diese Orte angelegt. Hier waren sie geschützt, da es noch keine Straßen über die Gebirge gab. Sie hatten nur Zugang vom Meer. Deshalb konnten sie sich hier mit ihren Familien gut verschanzen. Ein Wanderweg – Via dell‘ Amore – verbindet alle Siedlungen von Cinque Terre untereinander. Das ist ein sehr bekannter und spektakulärer Weg für Touristen. Den muss man einfach erwandert haben. Es sind nur 12 km.

Es gibt noch andere Solo-Wohnmobilfahrer?

Ja sicher! Aber wo sind die alle?

So was findet man im Internet. Ich hab mich da mit meinen persönlichen Daten in einem Forum angemeldet und eine wunderbare Resonanz erfahren. Die Empfangsmoderatorin hat mich direkt persönlich am Telefon noch abends willkommen geheißen. Danke liebe Martina – Du bist meine erste Freundin im Forum.

Solo im Reisemobil. Aber gemeinsam unterwegs. – Hier treffen sich Wohnmobilfahrer im Internet, die allein auf Achse sind. Zum Beispiel weilt eine Moderatorin gerade in Spanien und kann mich deshalb nicht sofort komplett auf der Internetseite freischalten. Schöne Grüße nach Spanien!

Von einzelnen Mitgliedern werden manchmal Treffen organisiert, bei denen man mit dem fahrenden Häuschen anreist und gemeinsam feiert. Ist man aber gerade auf Tour, findet man die Teilnehmer wohl auch unterwegs. Es gibt einen bestimmten Smili-Aufkleber, den man sich als Erkennungszeichen ans Auto klebt. Das mach‘ ich bestimmt auch mit. Das wird lustig. Ich halte die Augen offen, dass ich Euch unterwegs erwische und begrüßen kann. Ich freue mich auf Euch.

Die wunderbare Resonanz kam aus Schleswig, Köln, Hamburg, Gelsenkirchen, Wolfshagen bei Kassel, Bad Dürkheim, Leverkusen und Remscheid, aus Schaumburg in Niedersachsen und Hattingen. Das macht mir Mut. Danke!

Da ich als absoluter Neuling noch nie mit einem so großen Fahrzeug unterwegs war, habe ich nämlich noch ein kleines bisschen Schiss. Nicht nur beim Lenken und Einparken, sondern auch mit der für mich neuen Technik im und um das Wohnmobil. Aber ich weiß: „Das schaff‘ ich schon!“

Kunst in Köln

Vase mit Lampenmontierung

Der Lampenfuß

Monika hat ein gutes Händchen für Kunstobjekte. Jetzt hat sie gerade in Ihrem eigenen Fundus eine kunsthistorische Lampe gefunden, die leider ihren Lampenschirm schon durch Zerfall verloren hatte. Nichts desto Trotz, soll für den Lampenfuß in einer Versteigerung ein neuer Eigentümer gesucht werden.

Das Auktionshaus „Van Ham“ startet heute in Köln eine von ihren 16 jährlich stattfindenden Kunstauktionen und Monikas Lampenfuß ist mit dabei. Wir sind zu zweit angereist und sitzen mit dem Angebotskatalog gespannt unter den Auktionskunden. Jede aktuell angebotene Ware wird den Kunden nochmal per Monitor vor Augen geführt. Es bieten abwesende Kunden mit, die mit den Auktionsmitarbeitern telefonisch oder über die Datenautobahn verbunden sind. So langsam lernen wir dabei, was so alles als Kunst betrachtet wird. Wir können z.B. sehen, dass viel Echtsilbergeschirr den Besitzer wechselt. Aus solchen Gefäßen isst und trinkt heute bestimmt kein Mensch mehr. Aber es ist vermutlich einfach „Nice to have!“, weil es schön gestaltete und handwerklich kunstvoll gearbeitete Objekte sind. Und so auch der Lampenfuss. Er hat seinen Schätzpreis beim Hochsteigern sogar überschritten. Ich habe mich mit Monika sehr darüber gefreut. Das hat sich wirklich gelohnt. Wir gehen jetzt in die Altstadt und gönnen uns was. Lieber Sekt als Selters. Lieber Hummer als Würstchen.

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Ein Ausflug zum Rhein

 

Blick auf den Rhein

Im Rhein bei Düsseldorf

So wie das hier aussieht, fahren die Schiffe auf dem Rhein nur mit halber Ladung. Es ist Wasserniedrigstand. Wir spazieren auf dem trockenen Grund des Rheins. Und wer hätte das gedacht:

Hier liegt der Sand übersäht mit Muscheln. Muscheln im Rhein bei Süßwasser. Und Möven fliegen durch die Luft. Sie begleiten die Schiffe. Es ist wie ein Ausflug ans Meer.

mit Blick auf den Rhein

Die Muschelsucherin

Abbildung des Schriftzugs "Umper"

Mein Wohnmobil braucht einen Namen

Drei Automobilhersteller im Nutzfahrzeugsegment haben einen baugleichen Kleintransporter kreiert, den die Franzosen „Peugot Boxer“ oder „Citroen Jumper“, und die Italiener „Fiat Ducato“ nennen. Die Autohersteller zeigen den Unterschied zwischen den Fahrzeugen hauptsächlich an drei verschiedenen Gesichtern im Frontbereich der Kühlerverkleidung.

Nach der Fahrerkabine unterscheiden sich die Nutzfahrzeuge auf vielfältige Weise. Es gibt offene oder geschlossene Ladeflächen, Kippladeflächen, weitere Sitzreihen, sowie Transporter mit ganz unterschiedlichen Aufbauten, die an ein jeweiliges Handwerk angepasst werden. Weiterhin gibt es die Nutzfahrzeuge, die zum Wohnmobil ausgebaut werden. Auch dieser Fahrzeugaufbau ist wiederum sehr differenziert, je nachdem welche Firma Hand anlegt und welche Modelle daraus entstehen sollen.

Mein Fahrzeug ist ein „Citroen Jumper“. Der Aufbau ist von der Firma „BavariaCamp“ und das Modell nennt sich „Sol y Sombra“, was vom spanischen in unsere Sprache übersetzt „Sonne und Schatten“ bedeutet. Wenn es jetzt nach dem Winter losgehen kann, werdet ihr die Sonnen- und Schattentage von mir und meinem vierrädrigen Begleiter hier miterleben können.

Meine Fahrzeug-Vorgänger haben das abgefallene „J“ in der Namensbezeichnung dazu genutzt, das Fahrzeug „Umper“ zu taufen. Aber wie das so ist. – Das Kind ist mit der Namensgebung nicht ganz zufrieden. Das Kind möchte jetzt einen anderen Namen haben.

gelber Kastenwagen

Mein neues Wohnmobil

Wer hat denn hier eine tolle Idee? Wollt Ihr mir helfen meinem Fahrzeug einen netten Namen zu suchen? Dann starten wir hier mit einem Interview und warten ganz gespannt auf Eure „Antworten“.

die runde Kuppel des Planetariums

Der Blick auf die Erde

Seit dem vermuteten Urknall sind nach dem heutigen Wissensstand 16 Milliarden Jahre vergangen. Bei unserem heutigen Ausflug wurde uns veranschaulicht, wie sich diese Zeit auf das menschliche Dasein auswirkt. Die unvorstellbar lange Zeit wurde auf einen Zeitstrahl von einem Kalenderjahr zusammengeschrumpft. Wir erfahren, dass erst am 30. Dezember in Nordamerika ein Riesen-Gesteinsbrocken aus dem Weltall in die Erde eingeschlagen hat. Durch die enorme Energie, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre freigesetzt wurde, hat der ganze Himmel gebrannt. Unter einer gewaltigen Druckwelle haben sich dann die Wälder wohl erdenweit entzündet. Nach dem Abglühen des einen gesamten Brandes war die ganze Hemisphäre auf der Erdkugel mit Staubpartikel und Rauch erfüllt. Damit wurde die Sonneneinstrahlung für viele Jahre verhindert.

Anne und Nelly vor den Werbeplakaten

Bei dieser Veranstaltung sind wir dabei.

Das bis dahin ausgebildete Saurierleben war dadurch nahezu vollständig vorbei. Erst als die Sonne sich nach Jahren wieder durchkämpfen konnte, ging das Leben weiter, so dass am 31. Dezember um 21:30 Uhr die ersten primitiven menschen-ähnlichen Wesen erschienen sind. Unsere Spezies, der Homo sapiens, erscheint dann erst gegen 23:46 Uhr. Nach unserer Zeitrechnung beginnen unsere Kalenderjahre um 23:59 Uhr und 56 Sekunden. Vier Sekunden später erscheinen Anne, Jürgen und Nelly im Planetarium.

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einzelnder Wolf

Der Wolf

Wir kennen den Wolf alle aus unseren Kindertagen. Nicht dass wir Ihn je so gesehen hätten, wie einst das Rotkäppchen oder die 7 Geißlein. Nein, wir haben den „Isegrim“ nur als Fabeltier kennengelernt. Wir sprechen ihm viele unschöne menschliche Eigenschaften zu. Wir nennen ihn böse, rücksichtslos, verlogen und gierig.

Durch Ausrottung verschwand das Tier für 100 Jahre von unserer Bildfläche. Und jetzt, seit 1990 darf der „canis lupus“ nicht mehr gejagt werden. Der Naturschutz hat ihm die Möglichkeit eingeräumt, sich wieder über seine alten Jagdgründe auszubreiten. Darüber freuen sich die Tier- und Naturschützer zusammen mit dem Wolf. Aber es gibt auch Vorbehalte unter den Wanderern, den Tierhaltern oder den Jägern. Das heißt: Diese Medaille hat zwei Seiten.

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Abschied vom alten Auto

Ein dunkelblauer Opel-Astra

Inserat bei „Autoscout24.de“

Meine Autoversicherung ist sehr großzügig. Nach der Ummeldung vom Opel zu meinem Wohnmobil haben sie mir für den Verkauf und das Abmelden des alten Fahrzeugs einen Monat Zeit gelassen. In diesem Monat wurde der Astra bei „Autoscout24.de“ von mir inseriert. Meine Preisvorstellungen waren doch etwas zu hoch gegriffen, so dass ich mein Angebot so nach und nach an die Nachfrage anpassen musste. Aber es ist enorm, wie einfach das geht. Autoscout24.de hat ein sehr verständliches Programm mit dem sie mich durch den Dschungel der mir nicht so geläufigen technischen Auto-Daten führte. Ich bin begeistert. Und: Jederzeit wieder.

Übrigens: Mein neues Wohnmobil habe ich auch über Autoscout24.de gefunden.

Heute hat jetzt der schöne Opel den Besitzer gewechselt. In Zukunft wird er in Düsseldorf eingesetzt. Das Fahrzeug soll eine junge Mutter bekommen, die damit Ihre 3 Kinder chauffieren möchte. Das ist doch eine ganz nette Idee. Dafür waren bei mir heute drei männliche Mitglieder der Familie aus drei Generationen am Start. Ich wünsche Ihnen allen „Allzeit Gute Fahrt!“

Und wieder ist ein Projekt mal abgeschlossen.

Frohe Weihnacht

In den vergangenen zwei Monaten haben wir uns immer mehr in unsere Häuser zurück gezogen. Morgens, wenn wir aufstehen ist es noch dunkel und abends sehen wir die Nacht ganz früh hereinbrechen. Es ist nass und oft ungemütlich draußen. In der Ruhrgebietssprache gibt es dafür ein nettes Adjektiv: Hier ist es draußen jetzt „usselig“. Die Sonnenstunden sind uns verloren gegangen.

  • Am 01.12.2016 sehen wir die Sonne noch 08h:16min.
    Am 04.12.2016  08h:11min.
    Am 11.12.2016  08h:02min.
    Ab dem 18.12.2016 bis zum 23.12.2016 bleiben die Sonnenstunden auf 07h:57min, so dass sie rechtzeitig mit unserem „Heiligen Abend“ wieder langsam nach und nach anwachsen.
    Ab dem 24.12.2016 wird jetzt wieder aufwärts gezählt. Es beginnt mit 07h:58min.

Hurra, das ist eine Freude. Das werden wir ausgiebig feiern. Das Licht der Welt kehrt wieder zu uns zurück. Das ist nicht nur das göttliche Licht, das uns Christus gebracht hat. Das ist jedes Jahr wieder die gleiche Freude über das beständig wiederkehrende Licht. Wir dürfen sicher sein, die Natur wird bald wieder erwachen.

Frohe Weihnacht!

Unser Festessen bestand u.a. aus einem köstlichen Wildschweinbraten mit einer riesigen Schüssel voller echter schwäbischer Eier-Spätzle. Die schmecken uns allen auch in Niedersachsen sehr gut. Zum Nachtisch freuten wir uns über Andrea’s Himbeer-Baiser-Idee. Lecker.

Unter Absingen von Weihnachtsliedern sind bei uns die Menschen und die Tiere zum Fest bedacht worden. Für die Pferde gab es Äpfel, für die Hühner und die Vögelchen eine Extraschippe feine Weizenkörner und auch an die Katzen wurde gedacht. In der Zeit der Fütterung durfte ich die Rolle des nicht sichtbaren Christkindes übernehmen und die vorbereiteten Geschenke auf den Gabentisch bringen. Kerzen anzünden.

Unser Kindergartenkind hat die letzten Tage viel gesungen. Immer wieder mit Freude das selbe Lied. Und heute konnte er es richtig gut anbringen: Er beherrscht bereits drei Strophen von „Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind“. Klasse! „Aber jetzt darf ich doch endlich auspacken! Oder?“ „Na klar!“

(Das Beitragsbild zeigt Euch die von mir genähten Geschenke: Nachhaltige Einkaufstaschen.)